Berichte

Marrakesch

07.04.2013
Das Team ALL-INKL.COM Münnich Motorsport aus Friedersdorf hat an den sehr guten Einstieg in die FIA World Touring Car Championship vor zwei Wochen im italienischen Monza nun vergangenen Wochenende (06./07. April) bei der zweiten WTCC-Saisonstation in Marokko nahtlos angeknüpft. Der Rennstall aus Friedersdorf in Sachsen, mit drei Seat Léon erstmals auf dem Stadtkurs in Marrakesch unterwegs, holte in den Rennen drei und vier insgesamt drei Plätze in den Punkterängen. Marc Basseng (Neusalza-Spremberg), Vorjahresweltmeister in der GT1, wurde Siebter und Fünfter. Der Brite Rob Huff, amtierender Tourenwagen-Weltmeister, belegte im ersten Rennen auf 4,545 Kilometer langen Strecke Platz fünf. Teamchef und Rennstallbesitzer René Münnich (Friedersdorf) wurde da 15ter. In Rennen zwei schied er ebenso wie Rob Huff mit einem Reifenschaden aus.

In der Fahrerwertung der Tourenwagen-Weltmeisterschaft hat Marc Basseng, der auch Teammanager bei ALL-INKL.COM Münnich Motorsport ist, seine siebte Position behaupten können und inzwischen 28 Punkte auf seinem Konto. Zwei Plätze dahinter liegt Rob Huff mit 19 Zählern. In der Yokohama Teams’ Trophy ist der Rennstall aus Sachsen weiterhin auf dem dritten Platz angesiedelt. Sieger in den hitzigen Rennen von Marrakesch, die jeweils nach Unfällen durch Safety-Car-Phasen geprägt waren, wurden der Däne Michel Nykjaer (Chevrolet Cruze) und der Spanier Pepe Oriola (Seat Léon).

„Wir haben in Marrakesch erneut gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Teamchef René Münnich. „Wir haben im Seat-Lager die meisten Punkte gesammelt. Und wir freuen uns zugleich über den ersten Saisonsieg von Seat durch Pepe Oriola, Glückwunsch.“ Und Teammanager Marc Basseng ergänzte: „Das war eine solide Leistung, wir hatten einen guten Speed und sind erstaunlicherweise als Neueinsteiger schon dicht an den Chevrolets dran. Schade, dass Rob und René im zweiten Lauf Pech hatten.“

Wie erwartet gab es auf dem Stadtkurs nicht nur von der Temperatur her (25 Grad Celsius) heiße Duelle. So auch für Münnich-Pilot Rob Huff im ersten Lauf, als er von Startplatz sieben kommend mit Ex-Weltmeister und Gesamtspitzenreiter Yvan Muller (Frankreich/Chevrolet) in den ersten drei Runden um Rang vier kämpfte, am Ende dann als Fünfter ins Ziel kam. Auch Marc Basseng mischte im vorderen Drittel als Siebter (Starplatz 8) wieder gut mit. Um fünf Ränge konnte René Münnich seinen 22. Startplatz verbessern. Pech für den Teamchef, dass er sich in Lauf zwei ebenfalls an 15. Stelle liegend durch Trümmerteile auf der Piste einen Reifen platt fuhr und in der vierten Runde aufgeben musste. Zwei Runden vorher war schon für Rob Huff Schluss, der von Rang vier startend bereits Dritter war.

Besser lief es da für Marc Basseng, der von Startplatz drei kommend fast bis zu Rennmitte Vierter war, dann aber noch einen Platz abgeben musste. „Ein Stadtkurs ist für einen Neuling in einem neuen Auto nicht gerade der optimale Platz, doch wir haben uns insgesamt gut aus der Affäre gezogen“, erklärte Basseng, der in diesem Lauf die drittschnellste Rennrunde aller Fahrer erzielt hatte. „Nun hoffen wir auf den Slovakia Ring in drei Wochen. Wir kennen die Strecke aus dem Vorjahr in der GT1. Sie liegt uns, und vielleicht kommen wir noch ein Stückchen weiter vorn ins Ziel.“

Zurück